Machen Sie Ihren Kopf fit für die Zukunft

Machen Sie Ihren Kopf fit für die Zukunft


by Sabine Schonert-Hirz

Die Anforderungen an unsere grauen Zellen steigen: Wir sollen kreativ und stets konzentriert sein, in stressigen Zeiten noch präzise denken können, und wir wollen bis ins hohe Alter lernfähig und fl exibel bleiben. Dr. Sabine Schonert-Hirz erklärt verständlich und spannend, was das Gehirn hierbei tagtäglich leistet, und zeigt, wie sich jeder die neuesten Erkenntnisse aus der Hirnforschung zunutze machen kann. Hier geht es nicht um das tägliche Rätseltraining oder Sudoku-Trends, sondern darum, mithilfe der alltäglichen Anforderungen die Fähigkeiten des Gehirns gezielt zu entwickeln – so bleiben Sie auch in Zukunft gelassen und leistungsfähig!   Inhaltsverzeichnis Inhalt Vorwort Einleitung Die sechs Zukunftstugenden Was Sie unbedingt über das Gehirn wissen sollten Lernfähigkeit: Immer, überall und ganz natürlich Was ist Lernen? Wie Sie sich die biologischen Abläufe beim Lernen zunutze machen können Das Trainingsprogramm für effektives und leichtes Lernen Gedächtnisstörungen Wenn das Gehirn das Falsche lernt: Sucht und Abhängigkeit Die Zukunft des Lernens Entscheidungsfreude: Leichter wissen, was man wirklich will Was ist Entscheidungsfähigkeit? Wie Entscheidungen gefällt werden: So arbeitet das Gehirn Was ist Intuition? Mit Verstand und Intuition Entscheidungen bewusst fällen Entscheidungspraxis: Besser und leichter entscheiden So vermeiden Sie Probleme beim Entscheiden So überwinden Sie Entscheidungshemmungen In Zukunft gemeinsam entscheiden Kreativität: Den göttlichen Funken einfach überspringen lassen Was ist Kreativität? Wie das Gehirn kreative Lösungen organisiert und wie Sie kreative Prozesse fördern können Kreative Persönlichkeiten Kreativität im Berufsleben Die Grenzen der Kreativität: Zu viel ist ungesund Die Zukunft der Kreativität Teamfähigkeit: Unbeschwert zwischen Geborgenheit und Freiheit pendeln Was ist Teamfähigkeit? Wie das Gehirn Teamfähigkeit organisiert Trennungskompetenz: Time to say goodbye Teams in der Zukunft Flexibilität: Mit Wurzeln und Flügeln das Leben meistern Was ist Flexibilität? Wie Flexibilität im Gehirn organisiert ist So fördern Sie Ihre Veränderungsfähigkeit So stärken Sie Ihre Wurzeln Die Zukunft flexibel gestalten Belastbarkeit: Durch Stressbalance viel arbeiten und trotzdem gut leben Was ist Belastbarkeit? Belastbarkeit durch Wartung und Pflege Ihres Körpers Belastbarkeit durch Stressmanagement Die Grenzen der Belastbarkeit In der Zukunft die Belastbarkeit erhöhen Nachwort Literatur Register   Auszug aus dem Text Vorwort Wir leben im Zeitalter der Wissensökonomie. Immer wichtiger wird deshalb unser Wissen als der entscheidende Rohstoff, der in unseren Gehirnen lagert. Statt Rohmaterialien, wie zum Beispiel Ackerboden und Saatgut, sowie Maschinen einzusetzen, um daraus materielle Produkte wie Getreide zu produzieren, nutzen heute immer mehr Menschen das flüchtige, schwerelose und unsichtbare Gut des Wissens als Ressource, um geistige Produkte herzustellen, die sie dann als Dienstleistungen verkaufen - beispielsweise in den Bereichen Unternehmensberatung, Coaching oder Design. Der Rohstoff Wissen verlangt jedoch, wie alle anderen Rohstoffe auch, nach professioneller Erzeugung und Verarbeitung sowie nach Verfahrensweisen, mit denen wir ihn vermehren, nutzen und verwalten. Diese Verfahrensweisen besitzt jeder von uns bereits von Geburt an. Es sind sechs Fähigkeiten, die in unserem Gehirn fest verankert sind. Lernfähigkeit Entscheidungsfreude Kreativität Teamfähigkeit Flexibilität Belastbarkeit Doch damit aus einem aufgeweckten Kind ein produktiver Wissensarbeiter werden kann, sind Know-how und gezieltes Training dieser Fähigkeiten notwendig. Da ist es kein Wunder, dass das öffentliche Interesse an der Hirnforschung, der Wissenschaft, die sich mit dem zentralen Gewächshaus für unser Wissen beschäftigt, in den letzten Jahren sprunghaft zugenommen hat. Die moderne Hirnforschung kann uns heute viele Erkenntnisse über diese Fähigkeiten liefern, in denen wir in Zukunft besonders fit sein sollten. Denn wenn die Wissensarbeiter von heute und morgen mithilfe der neuesten Erkenntnisse das "Neurokapital" in ihren Köpfen optimal einsetzen, steht ihnen die ganze Welt offen. Für dieses Training möchte das vorliegende Buch Sie gewinnen. Wir können alle Fähigkeiten unseres Gehirns ausbauen und verbessern! Nicht nur, weil wir dann leichter unseren Lebensunterhalt verdienen, sondern weil es glücklich macht, alles auszuspielen, was in uns steckt. Die Hirnforschung hilft uns dabei wie ein guter Gärtner. Sie beschwert sich nicht über den scharfen Wind, sondern zeigt uns, was wir tun können, um mit den in uns angelegten Fähigkeiten das Wissen zum Blühen und Früchtetragen zu bringen. Sie vergisst jedoch auch nicht, uns in unsere Schranken zu verweisen. Denn alle schönen Möglichkeiten enden an den biologischen Grenzen unseres Körpers und des Gehirns. Wir können nicht schneller lernen, als es die Geschwindigkeit der Verdrahtungen der Nervenzellen untereinander erlaubt. Es gibt Unterschiede zwischen jüngeren und älteren Gehirnen. Wir dürfen uns nicht beliebig überfordern, weil Stresshormone sonst das ganze Werk im Gehirn wieder zunichtemachen. Wir müssen einsehen, dass unser Zentralorgan ganz entscheidend von einem guten gesundheitlichen Zustand profitiert und uns entsprechend verhalten. Und wir sind bei alldem darauf angewiesen, unsere positiven und negativen Gefühle einigermaßen in der Balance zu halten. Einiges von dem, was Sie in diesem Buch über die sechs Fähigkeiten unseres Gehirns lesen werden, kennen Sie vielleicht schon, da es der Lebenserfahrung und dem gesunden Menschenverstand entspricht oder die empirischen Wissenschaften es in sorgfältigen Studien beschrieben haben. Doch dank der modernen Hirnforschung wissen wir es jetzt genau, und vor allem, warum es so ist. Und das überzeugt den Wissensarbeiter erst wirklich. Einleitung? Neugierig geworden? Wie schön! Denn Neugier regt das Gehirn an und macht es aufnahmefähig für neue Informationen. Ich gebe Ihnen nun in kleinen Appetithäppchen einen Ãœberblick über die sechs Tugenden der Zukunft - so nenne ich die im Vorwort bereits angesprochenen Fähigkeiten. Tugend leitet sich ab von "tauglich", und da ich Ihnen nahebringen möchte, wie Sie angeborene Fähigkeiten mithilfe der Erkenntnisse der Hirnforschung noch geschickter einsetzen können, finde ich ihn sehr passend. Das Ziel ist es, in der modernen Welt des Wissenszeitalters so erfolgreich zu sein, wie Sie es sich erhoffen. Die sechs Zukunftstugenden? 1. Zukunftstugend Lernfähigkeit?Lernen ist ein genauso natürlicher Vorgang wie das Atmen. Wir müssen es ständig und tun es ganz automatisch, ohne uns dafür bewusst zu entscheiden. Das Gehirn kann gar nicht anders als permanent zu lernen. Lernen ist ein biologischer Vorgang, bei dem Nervenfasern aussprossen und sich neue Verbindungen zwischen den Zellen des Gehirns bilden. Stabile Erinnerungen zu schaffen bedeutet, diese Verbindungen reifen und fest werden zu lassen. Das geschieht bei jedem von uns ein ganzes Leben lang - von den ersten Regungen im Mutterleib bis zum letzten Atemzug. Wenn wir die biologischen Abläufe beim Lernen kennen, können wir sie unterstützen und optimieren. In jungen wie in älteren Gehirnen. Denn für die Zukunft aller Wissensarbeiter ist es unabdingbar, schnell und effektiv immer auf dem neuesten Wissensstand zu sein. Besonders gut lernt das Gehirn, wenn positive Emotionen ihre speziellen Botenstoffe aussenden und uns so in angenehme Stimmungen versetzen. Doch genau hier liegt auch die Gefahr der enormen Lernfähigkeit des Gehirns. Wenn stark stimulierende Erlebnisse wie Glücksspiele, gefährliche Abenteuer, Drogen, aber auch Alkohol und Nikotin bestimmte Regionen heftig reizen, lernt es diese angenehm aufregenden Verhaltensweisen besonders gut. Das bedeutet, wir können nach ihnen süchtig werden - mit allen schädlichen Konsequenzen für die körperliche und seelische Gesundheit. Lesen Sie im ersten Kapitel, wie Sie sich die biologischen Gesetze des Lernens zunutze machen und wie Lernen Spaß macht, wenn Sie das Gehirn richtig "bedienen". Wie Sie gespeicherte Informationen am besten nutzen, um optimale Entscheidungen zu treffen, erfahren Sie dann im zweiten Kapitel. 2. Zukunftstugend Entscheidungsfreude?Unsere multioptionale Welt bringt uns oft ganz schön ins Schleudern! Wie soll man richtig entscheiden - es gibt einfach zu viele Möglichkeiten. Selbst die einfachen Dinge des Alltags sind manchmal so kompliziert, dass die Entscheidungsfreude überfordert oder gelähmt ist. Und manche Dinge, für die wir uns dann mutig entscheiden, passen am Ende doch nicht zu uns. Entscheidungsfreude ist angesichts dieser Situation eine wich tige Tugend. Genauso wie die Lernfähigkeit gehört sie zu den natürlichen Aufgaben des Gehirns. Die Steuerung unseres Organismus verlangt ständig neue Entscheidungen, die das Gehirn selbstständig treffen muss. Dies übernimmt ein unbewusster Arbeitsmodus, genannt Intuition, der besser, schneller und umfassender arbeitet, als wir es mit rationalem Abwägen schaffen könnten. Wir bekommen lediglich ein Ergebnis präsentiert, das wir Bauchgefühl nennen. In diesem Kapitel lernen Sie unbewusste und bewusste Entscheidungsprozesse näher kennen und richtig einzusetzen, denn beide sind nötig, um das Richtige aus vielen vorhandenen Optionen auszuwählen. Manchmal aber muss das Gehirn etwas ganz Neues erfinden. Dazu arbeitet es in einem sehr ähnlichen, aber noch ein wenig anspruchsvolleren Modus - es ist die dritte Zukunftstugend Kreativität. 3. Zukunftstugend Kreativität?Neue Ideen braucht das Land. Doch kreative Menschen gelten als besonders schräge Vögel, die am Rande der Gesellschaft leben, die unordentlich sind und viel Alkohol trinken. Aber was ist beispielsweise mit Thomas Mann oder Bill Gates? Ihrer Tochter oder dem jungen Ingenieur von nebenan? Jeder normale Mensch verfügt über die Tugend der Kreativität. Aber sie ist nicht einfach nur ein verspielter Spaß, ein Persönlichkeitsmerkmal oder ein Hobby. Kreativität ist ein phasenweise sehr anstrengendes Geschäft! Sie wird überall da gebraucht, wo es den Auftrag gibt, eine Aufgabe auf eine völlig neue Weise zu lösen. Ihr Betätigungsfeld ist riesig und eine große Chance für die neue kreative Klasse unter den Wissensarbeitern, die damit neue Geschäftsfelder erschließen können. Kreativität beruht auf Lernfähigkeit und der intuitiven Such- und Entscheidungsfunktion des Gehirns. In diesem Kapitel lesen Sie, was in den vier Phasen kreativer Prozesse im Gehirn passiert. Sie erfahren, wie Sie diese Phasen jeweils fördern können und wie Sie manche der unvermeidlichen unangenehmen Begleiterscheinungen abfedern. Kreative Ideen werden im Gehirn mit Glücksgefühlen belohnt, die das kreative Arbeiten so beliebt machen. Deshalb versuchen manche, ihren kreativen Output mit Drogen und Alkohol zu stimulieren, was meistens im Desaster und in der Zerstörung des kreativen Denkens endet. Doch man kann auch ohne schädliche Hilfsmittel kreativer werden. Da sich kreative Prozesse in gewissen Phasen in einem Team fördern lassen, ist es wichtig, den Wechsel zwischen Teamarbeit und Einzelkämpfertum bewusst zu gestalten. Dabei hilft es, wenn wir verstehen, wie das Gehirn unsere Bindungs- und Unabhängigkeitsbedürfnisse entstehen lässt und wie wir uns in beiden "sozialen Zuständen" wohlfühlen können. Darüber erfahren Sie Genaueres im nächsten Kapitel, in dem es um die Zukunftstugend Teamfähigkeit geht. 4. Zukunftstugend Teamfähigkeit?Andere Menschen sind für uns das wichtigste im Leben, und nur im Team sind wir überlebensfähig. Deshalb ist unser Gehirn immer bestrebt, uns mit anderen in einen angenehmen Kontakt zu bringen. Kooperation und Gemeinsinn, Fairness und Gegenseitigkeit sind uns in die Wiege gelegt. Wie ist der Teamgeist im Gehirn vertreten? Motivation, Belohnung, Beruhigung und Vertrauen, Empathie und menschliche Resonanz: Vier verschiedene Mechanismen, die über hochwirksame Botenstoffe gelenkt werden, hält das Gehirn für unser soziales Miteinander bereit. Sie werden sie in diesem Kapitel kennen lernen und überrascht sein, wie sehr unser Wohlergehen von ihnen abhängt. Deshalb gibt es eine ganze Reihe an Anregungen, wie wir gezielt daran arbeiten können, uns mit anderen ins Einvernehmen zu setzen - auch wenn es Konflikte gibt oder man sich trennen muss. Denn sobald Bindungen gefährdet erscheinen, setzt das Gehirn die große Stressmaschinerie in Gang, um die Gefahr abzuwenden. Das geschieht auch, wenn die nächste Zukunftstugend, die Flexibilität, uns zu oft aus unseren Teams herausreißt und uns allein durch die weite Welt schickt. Dann brauchen wir, wie das folgende Kapitel zeigen wird, auf der einen Seite eine gewisse Trennungskompetenz und auf der anderen Seite eine stabile Verankerung in uns selbst, die eine Voraussetzung dafür ist, dass die Flexibilität uns nicht schadet. 5. Zukunftstugend Flexibilität?Hat schon mal jemand den Lauf der Welt angehalten? Man kann sich im Festhalten an den guten alten Zeiten gefallen, oder man nutzt die natürliche Neugier und Wandlungsfähigkeit des Gehirns, um mit neuen Lebensformen zurechtzukommen. Die Zukunftstugend Flexibilität ist notwendig, muss aber gut dosiert werden. Zu wenig Flexibilität lässt Menschen an den Gegebenheiten zerbrechen, zu viel lässt sie ihre Kontrolle verlieren und macht stressanfällig. Die Hirnforschung hat einiges über die Balance zwischen Flexibilität und Stabilität herausgefunden. Daraus ergeben sich einige praktische Hinweise für den Umgang mit sich selbst, die ich Ihnen hier präsentieren möchte. Ãœberraschenderweise sind auch ganz alte Techniken wie zum Beispiel die Meditation darunter, die uns im Lichte der modernen Hirnforschung gute Dienste bei der Stabilisierung unseres "Innenlebens" leistet. Gleichzeitig eignet sie sich zum Stressabbau, über den Sie im letzten Kapitel noch einiges lesen können. 6. Belastbarkeit?Alle Zukunftstugenden brauchen Stressaktivität, da sie Körper und Gehirn in Leistungsbereitschaft versetzt. Wir sind bestens darauf eingerichtet, auch einmal eine gewisse Zeit lang hart zu arbeiten. Die Stressforschung weiß heute bereits viel über die Programmierung der Stressreaktionen im Gehirn und kann uns beruhigen: Stressaktivität ist grundsätzlich immer vorhanden und weder negativ noch schädlich. Belastbar, das heißt gesund, konzentriert und stimmungsstabil sind wir, wenn das Stresssystem zwischen Aktivität und Ruhe hin und her schwingen kann. Gelingt das nicht, treten Störungen auf - die Stresssymptome. Auf Dauer können dadurch alle Organsysteme, auch das Gehirn selbst, erkranken. In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Sie die Stressaktivität regulieren können, wenn spezielle Anforderungen der einzelnen Zukunftstugenden zu belastend werden. Zusätzlich stelle ich Ihnen das Basisprogramm für "Wartung und Pflege" des Körpers vor, mit dem wir uns auch unter hohen beruflichen oder privaten Belastungen gesund und fit halten können. Nach diesem Ãœberblick über die sechs Tugenden lassen Sie sich noch ein wenig in die Geheimnisse des Gehirns einweihen. Denn alle Tugenden beruhen ja auf Vorgängen, die sich in und zwischen den Nervenzellen vollziehen.   Biographische Informationen Dr. med. Sabine Schonert-Hirz ist seit 20 Jahren eine gefragte Stressund Gesundheitsexpertin. Bekannt wurde sie als Moderatorin und Autorin für verschiedene Gesundheitssendungen im WDR- und NDRFernsehen. Heute schreibt sie regelmäßig für Hörfunk und Presse und hält als »Dr. Stress« im Jahr zahlreiche Vorträge und Seminare.

Campus Verlag; September 2009 225 pages; ISBN 9783593415598 Download in secure PDF format Title: Machen Sie Ihren Kopf fit für die Zukunft Author: Sabine Schonert-Hirz   Buy, download and read Machen Sie Ihren Kopf fit für die Zukunft (eBook) by Sabine Schonert-Hirz today!
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